Gipfelsturm zu Mahler
Nicht nur Mahlers Erste gehörte zu den Hürden des 4. Sinfoniekonzerts. Auch Beethovens 4. Klavierkonzert stellte die Solistin Kim Barbier und das Philharmonische Orchester unter Generalmusikdirektor Victor Puhl vor große, aber nicht unlösbare Aufgaben.
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Kim Barbiers Technik ist exzellent. Die Läufe, die Figuren, die Verzierungen, schwierigen Doppeltriller im ersten Satz geraten makellos und gestochen scharf.
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Die große Original-Kadenz im Kopfsatz, in dem sie sich ohne Rücksicht auf den Begleit-Apparat ganz auf sich und die Musik konzentrieren kann, sie gelang ihr wunderbar beredt, atmend, singend und beweglich. So ausdrucksstark kann Beethoven sein!
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Und doch bleibt auch im Nachklang faszinierend, mit welch enormer Intensität dieser Klangkörper den Gipfelsturm zu einem der großen sinfonischen Höhepunkte angeht, wie vor allem einige Bläser über sich hinauswachsen und wie die Konzentration der Musiker beim Zuhören fast körperlich spürbar wird. Zumal Victor Puhl klug und bescheiden nicht auf die emotionalen Abgründe dieser Komposition zielte, sondern auf den freundlichen und fröhlichen Naturlaut – und daraus ein unerwartet breites Gefühlsspektrum entwickelte.
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Volksfreund Trier 19.12.2008
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